Dienstag, 14. Juli 2015

Biwakfliegen am Mittgskogel


Um 19:30 Uhr begannen wir unseren Aufstieg von Outschena aus. Der Weg bis zur ehemaligen Annahütte viel Patrick und mir mit unseren großen Rucksäcken noch relativ leicht. 

Ob wir Bären begegnen? :)

Als wir die Hütte endlich erreichten, war die Sonne bereits untergegangen und man konnte nur erahnen, dass man vom Gipfel aus die Sonne noch sehen würde, denn die letzten Sonnenstrahlen brachten die Felsen des Mittagskogels zum glühen. 


In der Abenddämmerung stiegen wir dann entlang des Westgrates bis zum Gipfel auf. Obwohl es schon relativ dunkel war, fanden wir die Wegmarkierungen ohne große Probleme.

...hmmm! Der Aufstieg hat hungrig gemacht.

Als wir nach 2 1/2 Stunden oben angekommen waren gönnten wir uns ein mitgebrachtes Chili con Carne á la "clever", dass wir am Gaskocher erhitzten. 


Es war bereits halb 12 und auch schon relativ kühl geworden,als wir unsere Zelte aufbauten und uns müde in unsere Schlafsäcke legten.


Am nächsten Tag, pünktlich um 5 Uhr, hörten wir auch schon die Stimmen von Georg und Robert, die nachgekommen waren. Auch Sabrina und Regina erreichten kurz danach den Gipfel.

Georg macht sich startbereit
Patrick am steilen Weststartplatz

Wider erwarten hatte der Wind auf West gedreht. So schön der Aufstieg über den Westgrat auch ist, starten möchte man nicht unbedingt in diese Richtung. Trotzdem schafften wir alle den Start. Sabrina entschloss sich Regina auf dem Rückweg zu begleiten.

Der Wind war sogar ausreichend um ein paar Mal an der Westflanke zu soaren.

Nach unserer Tour gönnten Patrick und ich uns ein deftiges "Fliegerfrühstück" in Drobollach und badeten danach mit den Enten im Faaker See. ;)





Fotos:
Hike & Biwak & Fly Mittagskogel (2.145m)

Montag, 15. Juni 2015

Samstag, 6. Juni 2015

Erster Flug vom Hochobir

Es war schon lange ein Wunsch von mir einmal vom Hochobir zu fliegen. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich zum ersten Mal mit meinem Vater den Gipfel bestieg, auch wenn ich damals erst 8 Jahre alt war und vom Fliegen nur träumen konnte.

Das erste Mal am Hochobir

Wir sind mit dem Fahrrad von Zuhause aus zu den Wildensteiner Wasserfällen gefahren und dann von dort aufgestiegen. Ich kann mich erinnern, dass diese Tour damals sehr anstrengend war. Ein weiteres Mal versuchten wir einen Aufstieg, doch es lag noch zuviel Schnee und wir mussten auf halbem Weg wieder umdrehen. 

Unterwegs am Hochobir mit Javier aus Mexiko und Manuel

Das letzte Mal war ich vor 11 Jahren mit meinen damaligen Freunden Manuel und Javier auf dem 2.139 Meter hohen Gipfel der Karawanken. Der Berg hatte für mich immer etwas Faszinierendes an sich. Vielleicht war es seine majestätische Form oder einfach nur die herausfordernde Höhe - ich weiß es nicht. Auf jeden Fall wollte ich einmal mit dem Gleitschirm hinauf und wenn das Wetter es zulassen sollte auch von dort oben starten.

Sabrina, Horst, Christian und ich kamen ganz schön ins Schwitzen

Am 6. Juni 2015 erfüllte sich mein Wunsch. Horst, ein Fliegerkollege aus Klagenfurt, rief mich ein paar Tage davor an und meinte es wäre gutes Flugwetter prognostiziert und er wolle zusammen mit Christian auf den Hochobir gehen. Und so war es dann auch. Ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa bescherte uns perfekte Start- und Flugbedingungen. Diesmal hatten wir zwar nur ungefähr 500 Höhenmeter für unseren Aufstieg zu bewältigen, da wir bis zur Eisenkappler Hütte mit dem Auto gefahren waren, trotzdem war es für uns alle eine unvergessliche Tour. (Nicht nur wegen der Hitze!)

Gipfelfoto (Christian, Ich, Sabrina, Aron und Horst)

Am Gipfel angelangt, konnte ich es kaum erwarten und startete als Erster in Richtung Südosten. Sabrina, Horst und Christian starteten kurz danach vom unteren Startplatz. Als Landeplatz wählten wir den Radsberg, bzw. den Landeplatz in Rottenstein. Trotz schwacher Thermik erreichten wir unser Ziel.

Gelandet am Radsberg bei Mickls Jausenstation

Als Krönung dieser schönen Hike & Fly Tour, gönnten wir uns im Anschluss natürlich ein Landebierchen! ;)



Fotos:
Hike & Fly Hochobir (2.139m)

Mittwoch, 13. Mai 2015

Hike & XC Grente Alm

Martin und ich beim Fliegerfrühstück

Es war bereits 21 Uhr am Vortag, als Martin und ich Antholz in Südtirol erreichten. Unsere Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit endete nach kurzer Zeit beim Waldrasthof, der sich direkt auf dem Weg zum Startplatz befindet. Das Ehepaar Gustl und Gretl, ließ uns netter Weise in einem ihrer Apartments übernachten. Bevor wir schlafen gingen, machten wir uns noch auf den Weg in eine Pizzeria im Ort. Obwohl es mittlerweile 22 Uhr geworden war, wurden wir herzlich von der sympathischen Südtirolerin bewirtet. Anschließend gingen wir schlafen um am nächsten Tag gut ausgeruht zu sein.

Grentealm Hütte auf 2.002m

Die sehr bequemen Gästebetten verschafften uns einen ruhigen Schlaf und so standem wir rechtzeitig um 6 Uhr morgens auf. Gretl hatte uns bereits ein Frühstück gerichtet, bevor sie zu den Kühen in den Stall ging.
Wir bedankten uns für die nette Bewirtung und machten uns auf den Weg auf die Grente Alm. Der knapp 500 Meter hohe Aufstieg im Morgengrauen stellte trotz schwerem Gepäck keine große Herausforderung dar und so erreichten wir bald die Grente Alm Hütte auf 2.002 Meter Seehöhe. Dort trafen wir auf einige Flugkollegen und auch Hans Tockner, mit dem wir uns verabredet hatten. Nach einer kurzen Pause ging's die letzten Höhenmeter hinauf zum Startplatz.

Blick von der Grente Alm ins Antholzer Tal

Kurz genossen wir die wunderschöne Aussicht auf das Antholzer Tal und die umliegenden Berggipfel bevor wir uns startklar machten.
Ungefähr 20 andere Piloten waren wegen der guten Wettervorhersage auch vor Ort.
Es war bereits halb 10 und schon jetzt machten sich aufziehende Cirren bemerkbar.
Auch die Thermik schien etwas zu schwächeln. Kurz nach Hans startete ich raus und hielt mich an seine Fluglinie. Martin startete kurze Zeit später.

Hans T. mit einem Nova ION 3

Als Hans, ich und ein paar andere Piloten das Defreggental erreichten war bereits klar, dass sich ein Zurückfliegen schwierig gestalten würde. Die Cirren hatten sich bereits zu einer geschlossenen Schleierbewölkung verdichtet und es war nur noch sehr schwache Restthermik vorhanden. Hans hatte das bereits erkannt und parkte sich an einem Steilhang ein und versuchte seine Höhe zu behalten. Ich hingegen versuchte etwas weiter zu fliegen, was sich im Nachhinein jedoch als Fehler herausstellte.

Landemöglichkeit in Bruggen im Defereggental

Kurze Zeit später stand ich nämlich mit ein Paar anderen Piloten in Bruggen am Boden. Hans hingegen schaffte es wieder zurück nach Antholz. Martin, der uns nicht ins Defereggental gefolgt war, konnte auch wieder am Ausgangsort landen.
Zwei Italiener aus Kalabrien waren so nett und nahmen mich mit ihrem Auto bis nach Lienz mit, wo Martin mich später abholte.

Trotz der nicht ganz so guten Flugbedingungen waren wir beide froh über unseren Ausflug ins wunderschöne Südtirol, wo wir nette Leute und ein tolles Fluggebiet kennenlernen durften!




Fotos:
Hike & XC in Südtirol (Antholz, Grente Alm)